Van Craze

Custom-Van-Phänomen

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Fotos: Archiv

Gebrauchte Vans gab es für kleines Geld beim Händler um die Ecke und auf Auto-Auktionen (wie z.B. alte Telefon-Service-Trucks oder Lieferwagen für Sears-Stores und von Blumenhändlern), wobei ihr Kastenwagen-Design ebenfalls genügend Platz aufwies, um darin nach einem Tag in den Wellen mit Freunden abzuhängen.

 

Die ersten Custom-Vans hatten vielleicht einen Satz Cragar S/S- oder Aluminium "Mag"-Felgen und Pinstriping auf dem Blech, und im Inneren fand man wahrscheinlich auch ein Bett. Holzfurniere an den Seiten waren ebenfalls beliebt, außerdem Teppichboden und eine Kühlbox, um Getränke kalt zu halten. Die ersten Custom-Vans an der amerikanischen Westküste waren funktionell und verfügtern über das ein oder andere witzige Detail, ein Tribut an die Individualität seines Besitzers.

 

Aber diese jungen kalifornischen Surfer hatten für ihre Fahrzeuge keine unbegrenzten Geldmittel zur Verfügung, daher waren die meisten Vans auch nicht radikal verändert (das begann erst Anfang der 70er), und da es sich in den meisten Fällen um alte Arbeitsfahrzeuge handelte, musste man ja irgendwo anfangen. Ohne Frage gebührt der Ruhm für die Entstehung der weltweiten Custom-Van-Szene also diesen kreativen Surfern!

 

Diese kantigen, rollenden Zimmer waren natürlich auch die idealen Fahrzeuge, um ein Mädchen aufzureißen, das man gerade erst am Strand kennengelernt hatte. Im Laufe der Zeit wurden sie gerade aus diesem Grund etwas berüchtigt, aber schon bald waren sie auch bei Hot-Roddern erste Wahl, galten sie sie doch als perfekt geeignet für V8-Umbauten und für die Installation von Speed Equipment, wie z.B. speziellen Auspuffkrümmern und Side-Pipes.

 

Der Ford Econoline erwies sich bei den Surfern in den 60ern und zu Beginn der 70er aks das beliebteste Fahrzeug, weitere populäre Van-Typen kamen von Dodge und Chevrolet. Der VW-Bus war zwar auch vor Ort, aber nicht sonderlich oft vertreten bei dieser Surfer-Schar.

 

Den vollständigen Text und weitere Fotos gibt es in der CHROM & FLAMMEN 11/2009.

Von: Björn Marek

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